Seminarfahrt mit Geflüchteten nach Bad Münstereifel

Seminarfahrt mit Geflüchteten nach Bad Münstereifel

Am Wochenende des 7. bis 9. Dezembers fand eine Seminarfahrt des „Mitwirken“-Projektes mit einer Gruppe von 20 Geflüchteten in die Jugendherberge in Bad-Münstereifel statt. Bei der Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer handelte es sich um koptische Christen, die als Geflüchtete seit zwischen fünf und einem Jahr in Bonn leben.
Nach einer anfänglichen Begrüßung der TeilnehmerInnen sowie der Vorstellung des Projektteams und der Ziele, Inhalte und Vorgehensweisen des Projektes zur Mitbestimmung in den kommunalen Sammelunterkünften ging es weiter mit einem von praktischen Übungen gekennzeichneten Block zu Grundzügen der Kommunikation.
Am Samstag gab es drei Blöcke, beginnend mit einer Einheit zu Grundlagen der demokratischen Beteiligung. Nach einer Pause ging es dann weiter mit einem Workshop unter dem Titel „Das war so, ist so und bleibt so!“, in dem Stereotypen, Vorurteile und soziale Diskriminierungen sowie mögliche Reaktionen darauf thematisiert wurden. Nach dem Mittagessen sprachen wir darüber, wie es gelingen kann, als Minderheit in der Gesellschaft Gehör zu finden. Bei einer gemeinsamen Wanderung mit anschließendem Besuch des Bad-Münstereifeler Weihnachtsmarktes sowie einem  Film- und Tischtennisabend kam trotz des umfangreichen Programmes am Samstag auch der Spaß nicht zu kurz. Am dritten und letzten Seminartag tauschten wir uns im Modul „Wer sind die Deutschen? Wer sind die Deutsch-Araber? Kopten in Deutschland im Spiegel der Zeit“ über kulturelle sowie religiöse Hintergründe und Fluchtursachen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus und besprachen Möglichkeiten der Selbstorganisation, etwa in Form einer MigrantInnen-Selbstorganisation. Danach gab es noch eine eingehendere Erläuterung und Diskussion zu Möglichkeiten der Partizipation in Sammelunterkünften vor dem Hintergrund der Kernaufgabe des „Mitwirken“-Projektes. Nach dem Essen beendeten wir das Seminar mit einer Feedbackrunde zur Seminarauswertung durch die TeilnehmerInnen und begaben uns schließlich auf den Rückweg nach Bonn.